01.07.2013 - Analytik Jena AG

Analytik Jena-Tochter erhält Zulassung für neues Verfahren zum Nachweis des PRRS-Virus

Die AJ Roboscreen hat die Zulassung für zwei neue immunologische Assays für das einfache und schnelle Screening von Schweineseren auf PRRSV-Antikörper (porcine reproductive and respiratory syndrome virus) erhalten. Die beiden neuen ELISAs ermöglichen zusätzlich die Differenzierung zwischen PRRSV-Typ I (Europa-Typ) und Typ II (Nordamerika-Typ). ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) ist ein immunologisches Verfahren zum Nachweis bestimmter Proteine in Körperflüssigkeiten.

"Das Fortpflanzungs- und Atemsyndromvirus (PRRSV) verursacht gegenwärtig den größten wirtschaftlichen Schaden in der internationalen Schweineindustrie. Nach Schätzungen sind in Deutschland 70-80 % aller Betriebe von PRRSV betroffen. Allein in Sachsen werden mindestens 30.000 bis 35.000 Tests pro Jahr für Sauen- und Ferkelbetriebe eingesetzt, dies umfasst ungefähr 40 % aller Sauen in diesem Bundesland. Die ausgelösten Fruchtbarkeitsstörungen sowie Lungenentzündungen bei Schweinen führen zu einem reduzierten Wachstum und Sekundärinfektionen", sagte Alexander Berka, Leiter des Geschäftsbereichs Life Science bei der Analytik Jena AG. Oft unentdeckt verbreiten infizierte Tiere PRRSV über Körperflüssigkeiten schnell innerhalb einer Herde. Bei einer infizierten Zuchtsau rechnet man mit Schäden von 25 € bis 250 € pro Sau und Jahr.

Aus diesem Grund versuchen zahlreiche Impfprogramme die Immunität von Herden zu erhöhen. "Eine Eindämmung hängt maßgeblich von einer frühen Identifizierung und dem schnellen Entfernen bzw. Isolierung von infizierten Tieren ab", so Berka weiter.

Die Analytik Jena hat zu diesem Zweck die zwei neuen ELISA-basierte Tests, PRRSV DETECT-ELISA und PRRSV NA/EU TYP-ELISA, auf Basis einer Lizenzvereinbarung mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig entwickelt und zur Zulassung gebracht.

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