05.10.2007: In der Medizin hilft die Tomographie seit vielen Jahrzehnten, Krankheiten schonend und exakt zu diagnostizieren. Zunehmend wird die Methode nun auch in anderen Arbeitsgebieten eingesetzt, zum Beispiel bei der Entwicklung von Werkstoffen und Geräten, der industriellen Qualitätssicherung bis hin zur Archäologie und Paläontologie, wo man wertvolle Funde nicht für ihre Untersuchung zerstören will.

Von Anfang an hat sich das Hahn-Meitner-Institut (HMI) an dieser Entwicklung beteiligt und unterhält jetzt verschiedene tomographische Methoden, die verschiedene Auflösungen haben. Zehn Größenordnungen liegen zwischen den kleinsten und größten Strukturen, die am HMI betrachtet werden können. Mit dem neuen Gerät für die Elektronentomographie ist nun eine Lücke geschlossen worden, sodass nun auch Strukturen im Nanometerbereich untersucht werden können. Neben der Elektronentomographie wird im HMI traditionell die Neutronentomographie genutzt, mit der man zum Beispiel den Wasserfluss in einer laufenden Brennstoffzelle sichtbar machen kann. Mit der Synchrotrontomographie wiederum kann man die Porenstruktur eines Metallschaums abbilden. Mit der dreidimensionalen Atomsonde sieht man, wie einzelne Atome in einer Metalllegierung verteilt sind. Im Projekt ANTOME (Anwenderzentrum Tomographische Methoden) - eine Kooperation mit anderen Berliner Instituten - werden alle am HMI verfügbaren tomographischen Methoden zusammengefasst und koordiniert. ANTOME wird von der EU und vom Land Berlin im Rahmen des EFRE-Programms (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) unterstützt. Diese Förderung machte die Anschaffung zweier Elektronenmikroskope möglich.

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