IPHT erhält Thüringer Forschungspreis für die passive Terahertz-Sicherheitskamera
Forscher des Jenaer Institutes für Photonische Technologien (IPHT) haben mit der Terahertz-Kamera (THz-Kamera) eine Alternative zu den kontrovers diskutierten "Nacktscannern" entwickelt. Die passiv arbeitende Kamera erfasst die THz-Wärmestrahlung des menschlichen Körpers und erzeugt Bilder in schneller Folge. Für diese herausragende Entwicklungsarbeit erhalten Mitarbeiter der Abteilung "Quantendetektion" des Jenaer Institutes den Thüringer Forschungspreis 2009.
Sicherheitskontrollen an Flughäfen gehören zum täglichen Leben. Wie die aktuelle öffentliche Diskussion über die "Nacktscanner" zeigt, ist die Einschränkung ethischer Prinzipien zugunsten von mehr Sicherheit für viele Menschen ein zu hoher Preis. Die vom IPHT entwickelte passive THz-Kamera ist eine Alternative. Die Technologie schließt gesundheitliche und ethische Bedenken von Vornherein aus. Eine aktive "Durchleuchtung" von Probanten ist nicht erforderlich. Die Kamera misst die körpereigene THz-Strahlung. Gegenstände mit Gefährdungspotential - wie z.B. Waffen oder Sprengstoffpakete - welche am Körper getragen werden, verursachen einen verdächtigen Schatten auf dem erfassten Strahlungsbild. Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten stellt die THz-Kamera keine anatomischen Details dar und kommt daher ohne eine künstliche Verfremdung der Bilder aus. Darüber hinaus bedeutet der Verzicht auf eine aktive Bestrahlung die konsequente Vermeidung jeglicher potentieller Gefährdung der Gesundheit der untersuchten Person.
Institutsdirektor, Prof. Dr. Jürgen Popp zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung mit dem Thüringer Forschungspreis 2009. "Dies ist für uns eine außerordentliche Ehre und zugleich Ansporn für die weitere wissenschaftliche Arbeit. Die THz-Kamera steht exemplarisch für den anwendungsorientierten Ansatz des IPHT und zeigt die gesellschaftspolitische Relevanz unserer Forschung. Die Terahertz-Kamera kann das Niveau der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt revolutionieren. Weltweit gibt es kein weiteres Institut, welches auf diesem Gebiet vergleichbare Ergebnisse vorweisen kann.", so Institutsdirektor Prof. Jürgen Popp.
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