Kleiner, schneller, besser – Trends der Analysen-, Bio- und Labortechnik
Branchenverband SPECTARIS gibt Überblick über Aktuelles der Branche anlässlich der analytica in München
19.04.2012: „Die deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnik ist auch in 2012 auf Erfolgskurs, muss sich dabei jedoch flexibel auf ein sich ständig veränderndes Umfeld mit technologischen, rechtlichen und marktwirtschaftlichen Anforderungen einstellen“, so Mathis Kucheja, Vorsitzender des SPECTARIS-Fachverbandes Analysen-, Bio- und Labortechnik, anlässlich der Pressekonferenz der Fachmesse analytica in München.
Weiterhin ungebrochen ist der Trend zu immer kleineren und vollautomatischen Geräten. Automatisierungslösungen haben eine höhere Reproduzierbarkeit, geringere Fremdeinflüsse, einen größeren Durchsatz sowie sterile und zertifizierte Umgebungsbedingungen zum Ziel. Gleichzeitig wird die benötigte Menge der Probe immer geringer. Eine weitere bedeutende Entwicklung sind innovative Prozessanalysentechniken zur schnellen Erfassung stoffspezifischer Parameter in verfahrenstechnischen Produktions- und Umweltprozessen, die erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.
Neue IT-Lösungen ermöglichen die zentrale Steuerung der Laborarbeit und die Vernetzung verschiedener Geräte und Systeme. Geräte, die einerseits immer anwendungsspezifischer werden, werden auf der anderen Seite einfacher in der Bedienung. Immer wichtiger werden bei der Geräteentwicklung in der ABL die Berücksichtigung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten. Die Kunden legen Wert auf leise und stromsparende Geräte, aber auch rechtliche Vorgaben müssen eingehalten werden. Neben der Maschinenrichtlinie und der REACH-Verordnung zählen dazu vor allem Die WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment) und die RoHS-Richtlinie (Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronical equipment).
Neben regulatorischen Hürden hat die weiter anhaltende Hersteller- und Handelskonzentration Auswirkungen auf die Vertriebsstrukturen im Labormarkt. Neben anhaltenden hohen Ausgaben in Forschung und Entwicklung von jährlich rund acht Prozent, setzen die Unternehmen auf Investitionen in ihre Marke. Qualität „Made in Germany“ sowie Servicekonzepte sollen auch in Zukunft die Wettbewerbsposition halten und weiter ausbauen.
Dem Laborfachhandel kommt eine ungebrochen große Bedeutung im Vertrieb zu. Hier muss es darum gehen, die Zusammenarbeit zu stärken und Hemmnisse aus dem Weg zu räumen. Wünschen sich etwa die Hersteller vom Handel mehr Produkt-, Markt- und Kundenkenntnisse und ein gemeinsames Marketing, erwartet der Handel bspw. Anreizsysteme, die eine qualitative Beratung entsprechend honorieren.
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