03.12.2007 - Forschungszentrum Karlsruhe

HEPHAISTOS: Mikrowellen schmieden Materialien

Forschungszentrum Karlsruhe weiht industrielles Versuchszentrum mit weltweit größter Mikrowellen-Prozessanlage ein

Mikrowellen haben verschiedenste Anwendungsgebiete in Forschung, Industrie und Haushalt. Im Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik (IHM) des Forschungszentrums Karlsruhe entsteht derzeit ein Mikrowellen-Versuchszentrum, in dem auch die weltgrößte Mikrowellenprozessanlage steht. Die unlängst in Betrieb genommene Anlage HEPHAISTOS-CA3 hat ein Volumen, das dem von rund 500 Haushaltsmikrowellen entspricht und ist begehbar. Hier werden unter anderem kohlefaserverstärkte Leichtbaukompositstrukturen für den Flugzeug- und Fahrzeugbau entwickelt. Darüber hinaus können hier in Zukunft neuartige Durchflussverfahren entwickelt werden. Insgesamt stehen derzeit drei verschiedene Großanlagen für Prozessentwicklungen der Industrie zur Verfügung. Die Arbeiten haben zum Ziel, einen Beitrag für die Sicherung von Mobilität und eine Steigerung von Energieeffizienz in der Produktion zu leisten.

"Erstmals haben wir in HEPHAISTOS-CA3 auch die Möglichkeit, Durchflussverfahren zu erproben", freut sich Dr. Lambert Feher vom Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik des Forschungszentrums Karlsruhe, der die Arbeitsgruppe "Industrielle Mikrowellentechnik" leitet. Die Arbeitsgruppe untersucht die Grundlagen der Feldtheorie, der quantenmechanischen Wechselwirkung elektromagnetischer Feldverteilungen mit Materie sowie ihrem Temperatur-Antwortverhalten in Experiment und Theorie. Eine darauf basierende Kernentwicklung ist ein innovatives Mikrowellen-Applikatorkonzept, das großräumig homogene elektromagnetische Felder erzeugt und durch erfolgreichen Technologietransfer auf industriellem Niveau kommerziell erhältlich ist.

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