Biologenteam der Uni Bremen verbessert Analyseverfahren in Genomforschung
Bereits seit vielen Jahren erforschen die Bremer Professorin Barbara Reinhold-Hurek und ihr Mann Dr. Thomas Hurek das Wachstum von Reis. Zu diesem Zweck haben die Biologin und ihr Team vom Labor für Allgemeine Mikrobiologie Fachbereich Biologie/Chemie an der Universität Bremen schon unzählige Boden- und Reiswurzelproben untersucht. Unzufrieden mit dem Aufwand für die Analysen und der Qualität der Ergebnisse dachten die beiden Wissenschaftler gemeinsam mit Dr. Lei Zhang über andere Lösungen nach und haben daher das Analyseverfahren verbessert. Nun wurde die Idee zum Patent angemeldet, und die innoWi GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Bremer Hochschulen und der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG), kümmert sich um die Vermarktung der Erfindung.
Nicht einmal erbsengroß ist die Probe, in der die Wissenschaftler ganz spezielle Bakterien zu finden hoffen: die Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft aufnehmen und die es möglich machen sollen, künftig auch ohne Stickstoffdünger gute Reisernten zu bringen. Dazu müssen die Forscher bestimmte Erbguteigenschaften der Bakterien nachweisen. Unzählige Untersuchungen sind dafür erforderlich. Die Biologen nutzen dafür Microarrays. Bei den Microarray-Analysen werden unter anderem fluoreszierende Farbstoffe eingesetzt. Unter ultraviolettem Licht lassen sich dann die Ergebnisse bewerten: Wird das gesuchte Erbgut auf dem Objektträger gefunden, leuchten die entsprechenden Flecken - das aber leider aus bislang unerklärlichen Gründen unterschiedlich stark. So ist das Leuchten nicht immer deutlich erkennbar und seine Intensität liefert auch keine zuverlässigen Aussagen über die Anzahl der Bakterien. "Das hat verschiedene Ursachen", sagt Reinhold-Hurek. Eine dieser Ursachen haben sie und ihr Team nun entdeckt und das Analyseverfahren verbessert. Jetzt leuchtet jeder Treffer so, dass nun auch qualitative und quantitative Aussagen besser möglich sind. "Wir können jetzt sensitiver messen und zuverlässiger nachweisen", sagt Reinhold-Hurek. "Da bleiben zwar noch viele unbekannte Faktoren, aber nun sind wir einen guten Schritt weiter." "POL-effect" haben die Wissenschaftler ihre Idee genannt, die sie nun der Wissenschaft und der Wirtschaft zur Verfügung stellen.
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