Molekulare Krankheitsfrüherkennung: Hummingbird Diagnostics und Universität des Saarlandes kooperieren

16.11.2017

Die Hummingbird Diagnostics GmbH, Spezialist in der molekularen Früherkennung von Krankheiten aus Blut, und die Universität des Saarlandes (UdS) haben einen weitreichenden Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik abgeschlossen. Hierbei sollen miRNA Biomarker validiert werden, die eine Frühdiagnostik von verschiedenen Volkskrankheiten wie Lungenkrebs, der chronischen Lungenerkrankung COPD, Alzheimer oder Parkinson aus Blut ermöglichen.

Projektpartner der UdS sind die Fachrichtung Humangenetik und die Klinische Bioinformatik. Mit den Lehrstühlen von Prof. Dr. Andreas Keller (Klinische Bioinformatik) und Prof. Dr. Eckart Meese (Humangenetik) verbindet Hummingbird Diagnostics eine langjährige Forschungskooperation. Schon seit 2009 arbeiten die miRNA Experten gemeinsam erfolgreich an Projekten in verschiedenen Krankheitsfeldern zusammen. Aus der Partnerschaft sind bereits mehr als 60 wissenschaftliche Publikationen sowie eine Vielzahl von Patenten hervorgegangen.

Die Vizepräsidentin der Universität des Saarlandes, Frau Prof. Dr. Martina Sester, begrüßt die Zusammenarbeit: "Mit Hummingbird Diagnostics ist es uns gelungen, einen hervorragenden Kooperationspartner zu gewinnen, um die exzellente Forschung von Prof. Keller und Prof. Meese in die klinische Anwendung zu überführen und damit zukünftig einen Mehrwert für viele Patienten zu schaffen."

Prof. Dr. Andreas Keller, Leiter des Lehrstuhls für klinische Bioinformatik, kommentiert: „Wir haben Hummingbird als innovativen, verlässlichen Partner mit einer einzigartigen Expertise in miRNA Biomarkern aus Körperflüssigkeiten kennengelernt, und freuen uns, die Kooperation weiter ausbauen zu können. Durch die Zusammenarbeit können unsere Forschungsergebnisse validiert und in die Klinik übertragen werden.“ Sein Kollege Prof. Dr. Meese ergänzt: „Durch die Kooperation wird es auch möglich, die in der Diagnostik immer wichtiger werdenden funktionellen Mechanismen der Biomarker besser zu verstehen.“

„Zusammen mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Keller und Prof. Dr. Meese konnten wir bereits viele miRNAs aus Blut identifizieren, die zur patientenfreundlichen Früherkennung von Krankheiten beitragen können,“ sagt Jochen Kohlhaas, Geschäftsführer von Hummingbird. „Der neue Kooperationsvertrag ermöglicht es uns weitere Krankheitsfelder, wie z.B. neurodegenerative Erkrankungen zusammen zu bearbeiten.“

Geplant ist es in der Kooperation gemeinsam mindestens 5,000 Patientensproben in den Entitäten Lunge (COPD und Lungenkrebs) und Neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson und Alzheimer) zu messen. Der Rahmenvertrag regelt dabei sowohl die Durchführung der Kooperationsprojekte als auch die Verwertung von Ergebnissen, Veröffentlichungen, Software und Schutzrechten. Mit dem Abschluss des Rahmenvertrages hat Hummingbird gleichzeitig die Rechte an acht weiteren Patenten erworben.

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