Weiterentwicklung der EPR-Spektroskopie: Russischer Forschungspreis für Frankfurter Chemiker

Verfahren wird zur Aufklärung molekularer Strukturen verwendet

29.09.2014 - Deutschland

Der Frankfurter Chemiker Prof. Thomas Prisner vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Goethe-Universität erhält den mit 5.000 Euro dotierten Internationalen Zavoisky-Preis. Ausgezeichnet wird Prisner für seine Weiterentwicklung der Elektronen-Spin-Resonanz (EPR). Diese Methode erlaubt es, intramolekulare Abstände und die räumliche Ausrichtung von Atomen in großen biologischen Molekülen wie Proteinen, der DNA und RNA zu bestimmen. Einige der Neuentwicklungen für die praktische Anwendung des Verfahrens wurden von der Goethe-Universität durch Patente geschützt.

„Am liebsten entwickle ich neue und fortgeschrittene Methoden, mit denen man spezifische Fragen lösen kann. Meist dauert es nicht lang, bis ich eine Idee habe, aber es vergehen manchmal Jahre, bis das Experiment glückt“, sagt Prisner. „Zu den aufregendsten Augenblicken gehört für mich, wenn die ersten Rohdaten ausgedruckt werden, die zeigen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Das ist die reinste Freude.“

Der Zavoisky-Preis ist benannt nach dem Erfinder der EPR-Methode, Jewgeni Konstantinowitsch Zavoisky, der das Verfahren 1944 in Kazan, der Hauptstadt der Republik Tartastan entwickelte. Der Preis wird seit 1991 von dem Zavoisky Physikalisch-Technischen Institut in Kazan, der Universität Kazan, der Republik Tartastan und dem Springer Verlag verliehen.

Thomas Prisner ist für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet worden: 1991 erhielt er den Philip Moris Forschungspreis, 2008 die Silbermedaille der International EPR Society und 2011 den Bruker Prize der englischen Royal Society of Chemistry.

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