Intelligente Katalyse ermöglicht kontrollierte Herstellung fluorierter Verbindungen

Professor Tobias Ritter von der Harvard University erhält den BASF Catalysis Award 2011

26.07.2011: Für seine herausragenden Forschungsbeiträge zu katalytischen Verfahren in der organischen Synthese erhält Professor Dr. Tobias Ritter von der Harvard University in Cambridge (USA) den BASF Catalysis Award 2011. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht Dr. Friedrich Seitz, Leiter der Technologieplattform Chemicals Research & Engineering der BASF, auf dem „Heidelberg Forum of Molecular Catalysis“, einer internationalen Fachtagung, die gemeinsam von der Universität Heidelberg, dem Sonderforschungsbereich 623 „Molekulare Katalysatoren“ und der BASF SE organisiert wird.

„Die Katalyse ist eine Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie. Sie hilft entscheidend dabei, neue Rohstoffquellen zu erschließen und neue energieeffiziente Produktionsverfahren zu entwickeln“, betont Dr. Friedrich Seitz. Als Unternehmen mit einer starken internationalen Forschungs- und Entwicklungsplattform für Katalysatoren liege der BASF die Förderung talentierter junger Forscher auf diesem Gebiet besonders am Herzen.

Mit seiner Forschungsgruppe an der Harvard University arbeitet Professor Dr. Tobias Ritter auf dem Gebiet der synthetischen organischen und organometallischen Chemie und beschäftigt sich mit der Synthese komplexer Moleküle. Mit Hilfe mechanistischer Studien werden Zugänge zu interessanten Molekülen für die Katalyse, die Medizin und zu neuen Materialien entwickelt.

In jüngster Zeit interessieren sich der Preisträger und seine Mitarbeiter insbe­sondere für die Chemie der Fluorierung komplexer Verbindungen unter milden Reaktionsbedingungen. Denn organische Fluorverbindungen lassen sich im Vergleich zu Verbindungen anderer Halogene nur schwer kontrolliert herstellen. Diese Substanzen sind jedoch von großem Interesse: Mediziner verwenden sie für bildgebende Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

„Wir haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem wir gezielt organische Fluorverbindungen herstellen können. Unser Ziel ist es, das Universum der Substrate für die PET-Spektroskopie zu erweitern“ , erklärt Dr. Tobias Ritter. Der 1975 in Lübeck geborene Chemiker hat für seine Forschungsleistungen bereits zahlreiche Anerkennungen erhalten. An der Harvard University ist er seit 2006 tätig und wurde 2010 zum Associate Professor ernannt.

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