Korrektes Pipettieren viskoser Flüssigkeiten und pharmazeutischer Formulierungen

Blasenfrei und akkurat Dispensieren mit Direktverdrängerpipetten

NADÈGE BELHADJ, Gilson

Mit Direktverdrängerpipetten lassen sich auch viskose Proben präzise, kontaminations- und blasenfrei pipettieren

Zwei Pipettier-Konzepte: Luftpolsterpipette (links) und Direktverdrängerpipette (rechts). Direktverdrängerpipetten haben kein Luftpolster, so dass die Genauigkeit der Pipette nicht durch die physikalischen Eigenschaften der Probe (z. B. Viskosität und Temperatur) beeinträchtigt werden kann.

Systematischer und Zufalls-Fehler bei der Pipettierung von viskoser Flüsssigkeit (Glycerol) mit Direktverdrängerpipetter (MICROMAN® E, Gilson) im Vergleich zur Standardpipette (mit Luftpolster). Die Messungen basierten auf dem Durchschnitt von zehn gravimetrischen Messungen pro Probe.

Während gängige Luftpolsterpipetten für die meisten Pipettieranwendungen ein sehr genaues Ergebnis liefern, können die Viskosität, Flüchtigkeit, Oberflächenspannung und Temperatur der Lösung die Pipettierqualität negativ beeinflussen. In pharmazeutischen Formulierungen werden häufig Flüssigkeiten verwendet, die viel zähflüssiger als Wasser sind (z. B. Glycerin) und dadurch beim Dosieren Rückstände in der Spitze hinterlassen und so die Genauigkeit beeinträchtigen.
Die speziellen Einweg-Kapillarkolben-Spitzen sind wie eine Spritze aufgebaut, wodurch das Luftpolster zwischen Probe und Kolben eliminiert wird. Daher wird die Genauigkeit der Pipette nicht durch die physikalischen Eigenschaften der Probe beeinflusst.
Dieser Artikel zeigt anhand des Vergleichs zur Luftpolsterpipette die Vorteile einer Direktverdrängerpipette im Umgang mit viskosen pharmazeutischen Formulierungen.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
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