Die Firma Shimadzu stellt ihre Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis.
Dieses Jahr wurden zwei Systeme vorgestellt, die den Markt der zweidimensionalen Gaschromatographie im Routineeinsatz revolutionieren: das MDGC-2010- und das Comprehensive-GCMS-System.
Das MDGC-2010 ist ein System, bei dem Analyten, die in der ersten chromatographischen Dimension nicht getrennt wurden gezielt auf eine zweite Kapillarsäule anderer Trenncharakteristik überführt werden.
Dieses System unterscheidet sich deswegen von klassischen „heart-cut“ Systemen, weil ein solcher „cut“ nicht mehr zur Verschiebung der Retentionszeit in der ersten Dimension führt. Das bedeutet für den Anwender, dass ein einziges Chromatogramm genügt, um alle gewünschten „cuts“ festzulegen. Gesteuert wird das Gerät durch die eigens entwickelte, intuitiv zu bedienende MDGC Solution Software.
Bei der Comprehensive-GCMS werden zwei Kapillarsäulen mit unterschiedlichen Trennmechanismen direkt miteinander verbunden. Nach der Trennung in der ersten Dimension, werden die Komponenten durch den sog. Kryomodulator kurzzeitig eingefroren und durch einen gepulsten Heizstrahl portionsweise in die zweite Dimension „injiziert“. Dadurch werden chromatographische Auflösungen erreicht, die mit eindimensionalen Trenntechniken undenkbar sind.
Die Kombination dieser Technik mit dem schnellsten Quadrupol-Massenspektrometer (50 Hz), erlaubt erstmals auch die zuverlässige Quantifizierung der bei der thermischen Modulation entstehenden extrem schmalen Peaks.
Die robuste Hardware und eigens entwickelte Software prädestinieren diese Techniken erstmals für den Einsatz in der Routine.