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Wissenschaftler aus Spanien entwickeln genetische Marker zur Rückverfolgung von Fleisch im Verarbeitungsprozess
Zusammenarbeit mit Applied Biosystems bei der Validierung spezifischer genetischer Polymorphismen zur Identifizierung von Schweinen aus kommerziellen Zuchten

19 Feb 2008 - Wissenschaftler der Universität Autònoma de Barcelona, Spanien, haben einen Identifikationstest zur Rückverfolgung von Fleisch entwickelt und validiert. Der Test wurde in Zusammenarbeit mit Applied Biosystems, einem Unternehmen der Applera-Gruppe, entwickelt. Er beinhaltet eine Reihe genetischer Marker, die die gezielte Identifizierung einzelner Tiere erlauben. Damit helfen sie, den Prozess der Fleischverarbeitung zu verfolgen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in Animal Genetics, Vol. 6, Ausgabe 38 (2007) veröffentlicht.

 
Die Möglichkeit zur Rückverfolgung von Fleisch im Verarbeitungsprozess ist eine wichtige Grundvoraussetzung für den Schutz des Konsumenten. Das gilt vor allem, falls eine Infektionskrankheit ausbricht oder das Tierfutter versehentlich kontaminiert wurde. Die Vorschriften der Europäischen Union (EU) bei der Tierverarbeitung werden immer strenger. So wird zunehmend darauf geachtet, dass die Herkunft der Tiere zurückverfolgt werden kann. Das gilt für die Aufzucht, die Schlachtung und den Verkauf. Bislang gibt es allerdings noch keine verlässlichen, schnellen und kosteneffizienten molekularen Methoden zur Identifizierung der Tiere.
 
Professor Armand Sánchez und seine Kollegen aus dem Institut für Tier- und Ernährungswissenschaften der Universitat Autònoma de Barcelona sowie Wissenschaftler von Applied Biosystems habe eine Serie von 46 genetischen Markern entwickelt. Sie sind alle Single Nucleotide Polymorphisms (SNPs) der Tier-DNA und enthalten nur eine einzige Basenvariation.
 
Die spanische Studie validierte 46 SNPs, die aus 120 ausgewählt worden waren. Mit diesen SNPs können Schweine von fünf verschiedenen Rassen mit kommerzieller Bedeutung identifiziert werden. Die 46 SNPs wurden in jeder einzelnen DNA-Probe von insgesamt mehreren Hundert Schweinen untersucht. Die Muster der SNPs in jeder Probe erlaubten es den Wissenschaftlern, bei allen fünf Zuchtlinien einzelne Schweine zu identifizieren und ihre Herkunft nachzuweisen.
 
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Universitat Autònoma de Barcelona
Bellaterra, Spanien

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