11.03.2009: Im vierten Quartal 2008 ist die Chemieproduktion in Deutschland überraschend stark eingebrochen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor. Die Hauptabnehmer der Branche - die industriellen Kunden - orderten infolge der globalen Wirtschaftskrise kaum noch Chemikalien. Wegen der abrupt sinkenden Nachfrage drosselten die Unternehmen ihre Produktion. Die Kapazitätsauslastung in der chemischen Industrie fiel auf 75 Prozent. Im dritten Quartal hatte sie noch bei 84 Prozent gelegen. Allein das Pharmageschäft trotzte der Krise.
VCI-Präsident Professor Dr. Ulrich Lehner kommentierte die Entwicklung: „Alle großen Industrieländer befinden sich in einer Rezession. Den Rückgang der Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen auf den globalen Märkten und vor allem in der EU bekommen wir deutlich zu spüren. Wir müssen davon ausgehen, dass die Talsohle noch nicht durchschritten ist. 2009 wird ein schwieriges Jahr für die Chemie.“
In den kommenden Monaten erwartet der VCI zwar eine leichte Besserung der Situation, sobald die Kunden der Branche ihre Lager geräumt haben. Dieser Trend zur Normalisierung sei jedoch noch nicht der erhoffte Aufschwung, betont der VCI. Für das Gesamtjahr 2009 rechnet der Chemieverband in Frankfurt deshalb mit einem Rückgang der Produktion um 3,5 Prozent. Der Branchenumsatz dürfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent sinken.
Produktion eingebrochen: Im 12-Monatsvergleich verringerte sich die Chemieproduktion im vierten Quartal 2008 um 10,9 Prozent. Verglichen mit den Monaten Juli bis September belief sich der Rückgang auf 11,4 Prozent. Mit Ausnahme der Pharmazeutika, die mit 0,2 Prozent Wachstum geringfügig zulegen konnten, lagen alle anderen Sparten deutlich im Minus. Besonders betroffen waren die Produzenten von Grundchemikalien. Sie verzeichneten gegenüber dem dritten Quartal 2008 einen Rückgang von rund 20 Prozent.
Erzeugerpreise rückläufig: Das Preisniveau für chemische Erzeugnisse lag im vierten Quartal 2008 rund 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorquartals.
Umsätze abgeschmolzen: Im Berichtszeitraum erwirtschafteten die Unternehmen nur noch einen Umsatz von 38,3 Milliarden Euro. Das waren saisonbereinigt 11 Prozent weniger als in den vorangegangenen drei Monaten. Das Geschäft verlief im Inland noch schlechter als im Ausland.
Beschäftigung konstant: Mit rund 440.000 Mitarbeitern blieb die Beschäftigung in der Chemie im vierten Quartal 2008 praktisch unverändert. Die Unternehmen nutzten zunächst flexible Arbeitszeitinstrumente um sich auf die Absatzkrise einzustellen. Inzwischen gebe es aber auch vermehrt Kurzarbeit, so der VCI.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat ein umfassendes Sondergutachten zu Vorsorgestrategien für Nanomaterialien vorgelegt. „Aus den 600 Seiten wird deutlich, dass ein pauschales Urteil über die Risiken von Nanomaterialien nicht möglich ist. Außerdem geht aus dem Gutachten hervo ... mehr
Die Anlagen der deutschen chemischen Industrie stehen voll unter Dampf. Deutschlands drittgrößte Branche wird im laufenden Jahr neue Rekordmarken setzen. Das zeigt bereits die Bilanz der ersten sechs Monate. Im ersten Halbjahr 2011 stieg die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ... mehr
Im TV wie auch im echten Leben ist es Aufgabe des Kriminalkommissars, Gesetzesbrecher hinter Gitter zu bringen. In den letzten Jahren hilft ihm dabei zunehmend sein Kollege – der Forensiker. Mithilfe chemischer Analyseverfahren macht er Fingerabdrücke sichtbar, entschlüsselt Blutspuren ... mehr