Forschungszentrum Jülich

Der 6 Tonnen schwere Magnet wird am Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre angeliefert.

10.03.2009: Im Forschungszentrum Jülich wurde ein sechs Tonnen schwerer Magnetresonanztomograf angeliefert, mit dem die Forscher zerstörungsfrei in das Innere von Pflanzen und Böden schauen können. Das Gerät mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla ermöglicht nicht-invasive Untersuchungen von Pflanzen und deren Wurzeln mit Durchmessern bis zu 30 cm und Höhen bis 4 m.

Mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ist der Spalt im Inneren des Magnetresonanztomografen so groß, dass nicht nur kleine Pflänzchen, sondern ganze Bäume darin untersucht werden können. Zusammen mit seiner hohen Feldstärke von 1,5 Tesla ist das Gerät im Forschungszentrum Jülich, einem Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, damit einzigartig in der Welt. „Wir Jülicher hatten die Idee, ein solches Gerät bauen zu lassen, damit wir endlich große intakte Pflanzen samt ihrem Wurzelsystem störungsfrei untersuchen können“, sagt Dr. Dagmar van Dusschoten vom Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre. Umgesetzt wurde die Idee von der Firma Magnex/Varian in England.

Zur Abschirmung des Magnetfeldes wird der Tomograf nun in einem großen Eisenkäfig im Gewächshaus des Forschungszentrums installiert und soll im April in Betrieb genommen werden. Finanziert wurde das 1,2 Millionen teure Forschungsgerät von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Forschungszentrum Jülich.

Kontakt / Infos anfordern

Fordern Sie gratis weitere Informationen an:

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Helmholtz-Gemeinschaft
Kontakt
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.
Ahrstrasse 45
53175 Bonn
DEUTSCHLAND
Tel.
+4922830818-0
Fax
+4922830818-30
  • News

    Ein intelligenter Stift und ein Biochip

    Die Helmholtz-Gemeinschaft gibt grünes Licht für die Förderung der Ausgründung von drei neuen Produktideen. Zwei davon stammen aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Ein Stift, der hilft, motorische Schwächen von Schreibanfängern zu erkennen und ein miniaturisierter Biochip für ... mehr

    Erwin Schrödinger-Preis 2010 für die Entwicklung eines Arsendetektors

    Vor allem in Südostasien leiden Millionen Menschen an chronischer Arsenvergiftung, da das Trinkwasser stellenweise mit Arsen verseucht ist. Bisher waren aufwändige chemische Analysen nötig, um die Arsenbelastung zu ermitteln, aber nun gibt es ein neues biologisches Testverfahren, das preisw ... mehr

    Messflüge in der zentralen Arktis abgeschlossen

    Am 28.04.2009 ging in Oshawa (Kanada) die Arktis-Kampagne (PAM-ARCMIP - Pan-Arctic Measurements and Arctic Climate Model Intercomparison Project) mit dem deutschen Polarflugzeug Polar 5 zu Ende. Die vierwöchige Kampagne brachte aufgrund der großen Reichweite des Flugzeuges und der eingesetz ... mehr

Mehr über Varian
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.