16.12.2008: Wegen einer deutlich rückläufigen Nachfrage nach Produkten der Wäge- und Kontrolltechnik passt die Sartorius AG nach eigenen Angaben ihre Produktionskapazitäten in der Mechatronik-Sparte an und senkt Kosten. Während sich der weltweite Auftragseingang der Sparte bis einschließlich Oktober 2008 gut entwickelt hatte, lag er im Monat November um rund 15 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Auch der Dezember zeigt bisher eine relativ schwache Entwicklung. Auf das Konzern-Jahresergebnis 2008 wird der derzeitige Geschäftsrückgang in der Mechatronik-Sparte voraussichtlich einen nur begrenzten Effekt haben.
„Unser Mechatronik-Geschäft ist grundsätzlich beeinflusst von Konjunkturschwankungen. Gleichwohl war bei Vorlage unserer Zahlen zum dritten Quartal noch kein Effekt der Wirtschaftskrise zu sehen“, erläutert Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, die Geschäftsentwicklung. „Seit November spüren wir jedoch eine deutliche Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden und richten uns auf schwierige erste Monate in 2009 ein. Wir reagieren schnell und konsequent auf die veränderten Rahmenbedingungen, um dann auch zügig wieder aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.“
Bis Jahresende soll die Kapazitätsanpassung in der Mechatronik laut Unternehmen über den Abbau von Zeitguthaben und Urlaub dargestellt werden. Ab Januar 2009 beabsichtigt Sartorius, für die Mitarbeiter der Mechatronik-Sparte Kurzarbeit einzuführen und auch die Arbeitszeit der Mitarbeiter in der Administration zu senken. Über den Abschluss entsprechender Betriebsvereinbarungen verhandelt das Unternehmen zurzeit mit den Arbeitnehmervertretungen. Von den Maßnahmen werden etwa 1.000 Personen am Sartorius-Stammsitz in Göttingen betroffen sein. Vorstand und leitende Angestellte kündigten an, sich durch entsprechenden Gehaltsverzicht an den Sparmaßnahmen zu beteiligen. Auch an weiteren weltweiten Mechatronik-Standorten des Konzerns werden derzeit Maßnahmen zur Kostensenkung implementiert.
Die Geschäftsentwicklung in der zweiten Sartorius-Sparte, der Biotechnologie, verläuft nach eigenen Angaben weiterhin stabil. Die Hauptkundengruppe dieser Sparte ist die biopharmazeutische Industrie, die erfahrungsgemäß wenig konjunkturanfällig ist.
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