EU-Kommission alarmiert: 384 Prozent mehr Arzneifälschungen
26.03.2008: Die dramatische Zunahme bei Arzneimittelfälschungen befasst nun auch die Europäische Kommission. Die deutschen Apotheker begrüßen den geplanten Gesetzesvorschlag zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen. "Die Kommission erkennt, dass der Arzneimittelsektor besondere Aufmerksamkeit erfordert - und zwar im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes, und nicht im Sinne eines zügellosen und unkontrollierten Wirkstoff- und Medikamentenhandels", sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
In ihrem gerade veröffentlichten Konsultationspapier stellt die Kommission fest, dass Arzneimittelfälschungen eine immer größere Gefahr für die Gesundheit der Bürger in der EU geworden sind. So wurden im Jahr 2006 laut EU-Statistik 384 Prozent mehr Fälschungen entdeckt als noch ein Jahr zuvor. Die Fälschungen betreffen nicht mehr nur so genannte Lifestyle-Arzneimittel, sondern auch lebenswichtige Arzneimittel, etwa gegen Krebs, Herzerkrankungen und psychiatrische Erkrankungen. Insgesamt wurden alleine von den Zollbehörden rund 2,7 Millionen gefälschte Produkte sichergestellt.
"Die Kommission hat erkannt, dass der Internetvertrieb und ein nicht zu kontrollierender Handel die wesentliche Grundlage für die wachsenden Probleme sind. Wir fordern, die Erkenntnisse in die Gesetzgebung einzubringen und die Verbraucher durch eine strenge Regulierung und scharfe Kontrollen zu sichern", so Wolf. Die Apothekerschaft werde die Initiative der EU-Kommission mit eigenen Vorschlägen aktiv unterstützen. Wolf: "Dem illegalen und gesundheitsgefährdenden Treiben muss ein Ende gesetzt werden."
- 1Ötzi-Blut nachgewiesen: 5000 Jahre alte rote Blutkörperchen entdeckt
- 2Erste Sekunden im Leben eines Bauwerkes
- 3Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung an einzelnen Neuronen zu sehen
- 4Veränderung in der Konzernleitung von Tecan
- 5Globaler Pharmaumsatz verdoppelt sich bis 2020: Verändertes Geschäftsmodell nötig, um von Chancen zu profitieren
- 6Erlaubnisfreie Standardlösungen von Betäubungsmitteln
- 7Thermische Eigenschaften von Keramiken auf einen Blick
- 8Was Atome zusammenhält: Physiker enthüllen Symmetrie chemischer Bindungen
- 9Testergebnis in Blut geschrieben: Papier-basierter Bluttest schreibt Blutgruppe auf
- 10Milzbrand oder Milchpulver - gefährlich oder harmlos?
- Umweltbundesamt für internationale Chemikalien-Strategie
- VCI: Nanomaterialien sind keine Gefahr für Mensch und Umwelt
- Analysen-, Bio- und Labortechnik wird mit mehr regulatorischen Hürden konfro ...
- VCI: Industrie darf nicht noch höhere Kosten auferlegt bekommen
- Bundesregierung begrüßt Nachweismethode für Algengifte in Muscheln ohne Tier ...
- Übernahme der TILL Photonics durch Agilent soll innovativer Technologie zum Durchbruch verhelfen - - Münchner Mikroskope auf dem Weltmarkt neu positioniert
- LECO Instruments und GSG Mess- und Analysengeräte schliessen Vertriebsvereinbarung für Deutschland, Österreich und Schweiz -
- Atombewegungen sichtbar machen -
- Unternehmen unterschätzen REACH - - PwC-Umfrage: Jeder vierte Hersteller hält sich nicht für betroffen
- RALIMS - Informationsmanagement mit neuen Perspektiven -





