29.05.2007: Die Abteilung für experimentelle Umweltsimulation am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit hat in Kooperation mit der Firma UGT Umwelt-Geräte-Technik GmbH (UGT) ein neues Verfahren zu Bodenanalyse entwickelt. Mit Hilfe von Ascenion wurde dies im Namen der GSF und der UGT GmbH patentrechtlich geschützt und für kommerzielle Anwendungen exklusiv an die UGT GmbH lizenziert. Die Umwelt-Geräte-Technik GmbH wird das Verfahren weltweit an kommerzielle Nutzer vermarkten.
Bei dem geschützten Verfahren handelt es sich um eine Schneidevorrichtung, die es erstmals ermöglicht, großvolumige Bodensäulen aus Lysimetern zu entnehmen, ohne die bestehende Schichtung und Struktur des Bodens zu zerstören. Lysimeter sind etwa zwei bis vier Meter hohe Edelstahlzylinder, die mit Boden befüllt und in die Erde eingelassen werden, um Stoffumsetzungs- und Stofftransportstudien in Böden durchzuführen. Über unterirdische Zugänge können an verschiedenen Stellen Boden-, Gas- und Wasserproben entnommen und zahlreiche Sensoren abgelesen werden, die Aufschluss über verschiedener Bodenparameter geben. Wissenschaftlich interessant ist aber auch die Schichtung und Struktur des Bodens im Lysimeter über größere Volumina hinweg. Weil das Bodenprofil im Zuge der herkömmlichen Entnahme in seiner Struktur zerstört wird, waren diese Daten bislang nicht zugänglich. Dies ändert sich durch die neue Schneidevorrichtung: Der Bodenmonolith wird dabei zunächst von der Wand des Lysimetergefäßes gelöst und danach in Ringsegmente beliebiger Größe zerteilt, die anschließend einzeln und strukturell unverändert untersucht werden können. An der GSF werden Lysimeter eingesetzt, um die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Boden zu erforschen.
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