13.09.2006: "Optische Technologien sind ein Motor für Innovation und Wachstum in Deutschland", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan auf dem Festakt zum Start der OLED-Initiative in Ludwigshafen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet organischer Leuchtdioden, so genannter OLED, in den nächsten fünf Jahren mit 100 Millionen Euro. Gleichzeitig wollen die beteiligten Unternehmen 500 Millionen Euro dafür investieren. Schavan: "Damit wird ein Ziel der Hightech-Strategie der Bundesregierung vorbildlich erfüllt: Wir mobilisieren mit öffentlichen Mitteln ein Mehrfaches an Mitteln aus der Wirtschaft. Die OLED-Initiative ist dafür ein leuchtendes Beispiel."
Organische Leuchtdioden verwandeln Strom äußerst effizient in Licht und können als dünne, biegsame Folien hergestellt werden. Bislang werden sie erst als kleine Displays in elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen eingesetzt. Die Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, künftig auch großflächige und flexible Lichtquellen kostengünstig zu erzeugen. Tapeten aus Licht oder Fernsehschirme zum Einrollen könnten mit dieser Technik unseren Alltag energiesparend beleuchten.
OLED-Produkten wird ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe prognostiziert. Die an der OLED-Initiative beteiligten Unternehmen planen daher, eine Fertigung von OLED-Produkten in Deutschland aufzubauen. In der Startphase der Initiative wird das BMBF fünf Forschungsverbünde mit insgesamt 33 Partnern aus Universitäten, Forschungsinstituten und Wirtschaft fördern. Spitzenvertreter von BASF, Merck KGaA, Optrex Europe, Osram Opto Semiconductors und Philips Deutschland betonten bei dem Festakt in Ludwigshafen die strategische Bedeutung der Technologie und der Forschungsinitiative für ihre Unternehmen.
Bundesforschungsministerin Schavan eröffnete auch das neue Joint Innovation Lab der BASF. In diesem Innovationslabor forschen Industrie- und Hochschulpartner im Rahmen der OLED-Initiative gemeinsam.
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