22.03.2006: In Würdigung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklung und Anwendung von instrumentellen Methoden der Massenspektrometrie hat die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) dem Gießener Chemiker Prof. Dr. Bernhard Spengler den "Life-Science-Preis" verliehen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand bei der Jahrestagung der DGMS in Mainz statt.

Prof. Bernhard Spengler hat sich, so die Laudatio, in herausragender Weise national und international um die Weiterentwicklung der bioanalytischen Massenspektrometrie verdient gemacht. In den vergangenen 20 Jahren war er nachhaltig an der Entwicklung der Massenspektrometrie zu einer unverzichtbaren Schlüsseltechnologie der Lebenswissenschaften beteiligt. Forschungsergebnisse des Gießener Chemikers führten zu weitreichenden Verbesserungen der Nachweisbarkeit und der Aufklärung von Struktur und Funktion von Biomolekülen. Zu den Ergebnissen seiner Arbeiten gehören unter anderem die Entwicklung der so genannten MALDI-PSD-Methode zur hochempfindlichen Strukturaufklärung von Biomolekülen, die Entwicklung eines bedeutenden Verfahrens der bildgebenden, mikroskopischen Massenspektrometrie biologischer Proben sowie die Identifizierung von Peptiden und Proteinen (Eiweißen) mithilfe höchstaufgelöster und hochgenauer Fourier-Transform-Massenspektrometrie.

Bernhard Spengler ist seit dem Jahr 2000 Professor für Analytische Chemie an der Universität Gießen. Als Geschäftsführender Direktor des Institutes für Anorganische und Analytische Chemie ist er mit seiner Arbeitsgruppe im Universitätsgebäude an der Carl-Franz-Straße ansässig, wo er mehrere Höchstleistungsmassenspektrometer im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte betreibt.

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