22.06.2004: Die Zusammensetzung von Gasen im glühenden Inneren von Hochtemperaturöfen unter Echtzeitbedingungen exakt messen zu können, ist der Wunsch aller Schmelzofenbetreiber der glasverarbeitenden Industrie, denn diese Informationen erlauben es, den Betrieb der Öfen zu optimieren und so die Kosten um bis zu 15% zu reduzieren.

Das Team um Prof. Dr. Wolfgang Schade von der Technischen Universität Clausthal hat dieses enorme Potential erkannt und ein völlig neues Verfahren zur Analyse von Gasen unter extremen Bedingungen entwickelt.

Die innovative Sensortechnologie ist vielfältig einsetzbar: Am Kraterrand von Vulkanen treten oft Schwefelgase wie bei einem brodelnden Kochtopf aus; sie werden Fumerolen genannt. Diese Gase können analysiert werden, um Vulkanausbrüche frühzeitig vorherzusagen. Aber auch die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Sicherheitsüberwachung und Anti-Terrorbekämpfung stellen höchste Ansprüche an berührungslose in situ Analytik, wo die optischen Sensoren aus Clausthal höchst interessante Anwendungen beim Spurennachweis von Explosiv- und Sprengstoffen finden.

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