Elektronische digitale Messuhren überwachen und kalibrieren

Richtlinie VDI/VDE/DGQ 2618

02.11.2016

Messungen sind ein wesentlicher Bestandteil in der Produktion. Nur durch Messung geeigneter Merkmale kann eine Aussage über die Qualität eines gefertigten Produkts getroffen werden. Für verlässliche Ergebnisse bedarf es Messgeräte, die einer regelmäßigen Überwachung und Kalibrierung mit Rückführung auf nationale Normale unterliegen. Diese Überwachung und Kalibrierung muss nach festgelegten und abgestimmten Regeln erfolgen. Die Richtlinienreihe VDI/VDE/DGQ 2618 definiert diese Regeln für Messmittel für dimensionelle Größen, sogenannte Prüfmittel.

Messuhren werden in der Qualitätssicherung produktionsnah und in Messräumen sehr häufig eingesetzt. Ihre Flexibilität erlaubt ein breites Einsatzspektrum. Die neue Richtlinie VDI/VDE/DGQ 2618 Blatt 11.4 definiert Verfahren für die Bauart-/Typprüfung, die Erst-/Eingangsprüfung sowie für die Überwachungsprüfung von elektronischen Messuhren. Sie beschreibt in Form direkt anwendbarer Handlungs- und Arbeitsanweisungen die erforderlichen Arbeitsschritte für die jeweiligen Prüfungen. Dabei behandelt die Richtlinie neben der Kalibrierung auch die Vorbereitungsarbeiten an der Kalibriereinrichtung sowie an den Prüfobjekten und gibt Hinweise zur Ermittlung der Messunsicherheit der Kalibrierung. Mithilfe der Messdaten der Kalibrierung und der ermittelten Messunsicherheit kann dann der Konformitätsnachweis geführt werden. Die Entscheidungsregeln zum Nachweis der Konformität werden in der Richtlinie definiert.

Die Richtlinie gilt in Verbindung mit den Richtlinien VDI/VDE/DGQ 2618 Blatt 1.1 und Blatt 1.2. Sie richtet sich an Hersteller und Anwender von elektronischen, digitalen Messuhren sowie an Kalibrierdienstleister.

Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE/DGQ 2618 Blatt 11.4 „Prüfmittelüberwachung; Prüfanweisung für elektronische digitale Messuhren“ ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (VDI-GMA).

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