QIAGEN N.V. und die Abteilung Immunologie des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie (MPIIB) in Berlin gaben ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines neuen molekulardiagnostischen Tests bekannt. Der Test soll dabei helfen, das Risiko zu bestimmen, mit dem eine mit latenter Tuberkulose ... mehr
QIAGEN und Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie entwickeln Test zur Beurteilung des Entwicklungsrisikos aktiver TB bei latent infizierten Menschen
11.01.2012: QIAGEN N.V. und die Abteilung Immunologie des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie (MPIIB) in Berlin gaben ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines neuen molekulardiagnostischen Tests bekannt. Der Test soll dabei helfen, das Risiko zu bestimmen, mit dem eine mit latenter Tuberkulose (TB) infizierte Person im Laufe ihres Lebens auch eine aktive TB-Erkrankung entwickeln wird. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Der neue Test soll zur Nachkontrolle derjenigen Patienten eingesetzt werden, die positiv auf latente TB getestet wurden. Er soll dabei helfen, die Betroffenen frühzeitig – noch vor Ausbruch einer ansteckenden und etwa durch Befall der Atemwege potenziell lebensbedrohlichen aktiven TB – zu behandeln.
Dieser neue, sogenannte Reflex-Test baut auf der richtungsweisenden Forschungsarbeit des MPIIB auf. Er soll auf der PCR-Technologie (Polymerase-Kettenreaktion) basieren, mit der modularen Automationsplattform QIAsymphony kompatibel sein und mehrere Biomarker abdecken. Der Nachweis ist als Reflex-Test zu QIAGENs QuantiFERON-TB Gold Test, dem fortschrittlichen Goldstandard für den Nachweis latenter TB, vorgesehen. Der Test wird von QIAGEN vermarktet werden, mit der Verfügbarkeit der ersten Kits wird nicht vor 2013 gerechnet.
Bei einer TB-Infektion verändern sich die Transkriptionsprofile der Immunzellen im Blut. Diese Veränderungen in der Genexpression zeigen eine Immunreaktion des Körpers an und ermöglichen eine Unterscheidung zwischen der latenten und aktiven Form der Erkrankung. Die Zusammenarbeit zwischen QIAGEN und dem MPIIB hat zum Ziel, aus den vom Max-Planck-Institut identifizierten Biomarkern diejenigen Marker zu selektieren, mit deren Hilfe sich bei Patienten mit einer latenten TB die Anfälligkeit für bzw. die Widerstandsfähigkeit gegen eine aktive TB vorhersagen lässt, und diese Marker in einen molekularen Test zu überführen.
Die zur Identifizierung der entsprechenden genetischen Marker für die Entwicklung aktiver TB notwendigen Daten werden gemeinsam von beiden Parteien erhoben, analysiert und ausgewertet. QIAGEN wird für das Design und die Herstellung des Tests zuständig sein, während das MPIIB Zugang zu seinen Markergruppen bieten und neue, sogenannte Biosignaturen entwickeln wird.
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