06.09.2011: Lübecks Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) wird zum Nukleus für zukunftsweisende Entwicklungen in der modernen Zelltechnologie. Anlässlich des zweiten Lübecker „Kongress Industrielle Zelltechnik“ gründen Wissenschaftler aus Forschungseinrichtungen und Industrie die „Deutsche Gesellschaft Industrielle Zelltechnik“, um die Entwicklung von innovativen Produkten und Serviceleistungen voranzutreiben. Die zukünftigen Entwicklungen von neuen therapeutischen Wirkstoffen, zellbasierter Therapiekonzepte oder auch die Bioproduktion komplexer Stoffe erfordern neue Plattformtechnologien. Hierbei spielen dreidimensionale Zellkulturen aus mehreren Zelltypen eine Schlüsselrolle, komplementiert durch entsprechende Gerätetechnologien sowie neue Materialien. Mit der Gründung der Gesellschaft Industrielle Zelltechnik schaffen die Mitglieder organisations- und disziplinübergreifend neue, aussichtsreiche Synergien in den Anwendungsgebieten der Biomedizinischen Forschung inkl. der Regenerativen Medizin, der Medizintechnik und der Marinen Biotechnologie sowie Lebensmitteltechnologie.

Zu den Gründungsmitgliedern des gemeinnützigen Vereins zählen neben der federführenden Fraunhofer-Einrichtung namhafte Unternehmen und Institutionen aus dem gesamten Bundesgebiet u.a. Sartorius Stedim Biotech GmbH, Miltenyi Biotec GmbH sowie der bundesweite Branchenverband für die Biotechnologie BIO Deutschland e.V.

„Die Gesellschaft ist das erste anwendungsorientierte Netzwerk dieser Art in Deutschland.  Unser Ziel ist es, dass die Mitglieder nicht nur durch den gegenseitigen Informationsaustausch profitieren, sondern die Zusammenarbeit auch anhand konkreter Problemstellungen einen hohen Nutzen bietet“, sagt Prof. Dr. Charli Kruse, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung und wissenschaftlicher Berater der Gesellschaft. Auch Dr. Viola Bronsema, BIO Deutschland-Geschäftsführerin, sieht in dem Verein großes Potenzial: "Die Zelltechnik ist eines der innovativsten Felder innerhalb der Biotechnologie. Die Palette der  künftigen Produktmöglichkeiten ist sehr groß. BIO Deutschland freut sich darauf, den neuen Zusammenschluss von Industrie und Wissenschaft politisch tatkräftig zu unterstützen."

Die operative Leitung der Gesellschaft erfolgt durch Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH. „Mit der Gesellschaft haben wir eine Plattform geschaffen, die in ganz besonderer Weise starke Kompetenzen und Know-how aus verschiedenen Technologiebereichen bündelt. Damit wird nicht nur die Attraktivität des Innovationsstandortes Schleswig-Holstein und Hamburg deutlich erhöht, sondern auch die Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten beschleunigt“, freut sich auch Dr. Kathrin Adlkofer, Geschäftsführerin Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur.

Die Gründung der Gesellschaft ist u.a. auf den Erfolg des „Kongress Industrielle Zelltechnik“ zurückzuführen, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Lübecker Musik- und Kongresshalle MuK stattfindet und mit einem Aussteller- und Teilnehmerwachstum von 25% gegenüber der Premiere im vergangenen Jahr eine sehr positive Bilanz zieht. Rund 200 Teilnehmer und Aussteller werden in diesem Jahr erwartet. 

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