Biotechnologie-Industrie erwartet 2011 leichtes Wachstum
Trendumfrage der DIB bei Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Lage
30.05.2011: Die deutsche Biotech-Industrie erwartet für das Jahr 2011 ein moderates, aber konstantes Wachstum des Geschäfts. Das hat die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) in Frankfurt auf ihrer Jahrespressekonferenz auf Basis einer Trendumfrage unter rund 200 Mitgliedsunternehmen bekanntgegeben. Der DIB-Vorsitzende, Dr. Stefan Marcinowski, sagte: „Die gute Geschäftslage des Vorjahres hat sich Anfang 2011 fortgesetzt. In diesem Jahr wird es voraussichtlich weiteres Wachstum geben, aber die Geschwindigkeit lässt nach.“ Die moderate Wachstumserwartung der deutschen Biotechnologie stützt sich auf zwei der insgesamt drei Bereiche – die rote (Pharma) und die weiße (industrielle) Biotechnologie. Eine Wertschöpfung aus der grünen (Pflanzen-)Biotechnologie findet in Deutschland weiterhin nicht statt.
Umsatzentwicklung: Die DIB-Mitgliedsunternehmen gehen für den weiteren Jahresverlauf davon aus, dass der moderate Aufwärtstrend anhält. Über 60 Prozent der befragten Betriebe rechnen für 2011 mit besseren Geschäften als im Vorjahr. Rund ein Drittel rechnet mit gleichbleibend guten Geschäften.
Forschung/Investitionen: Über 40 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Forschungsaktivitäten im Jahr 2011 weiter ausbauen. Dagegen planen nur 16 Prozent eine Reduktion der Forschungsaufwendungen. Über 30 Prozent der Unternehmen werden im Jahr 2011 ihre Biotech-Aktivitäten ausbauen und in mehr oder größere Projekte investieren. Knapp 45 Prozent halten das Investitionsbudget im laufenden Jahr konstant.
Beschäftigung: Im ersten Halbjahr 2011 konnte die Beschäftigung in der deutschen Biotechnologie konstant gehalten werden. Rund 50 Prozent der befragten Biotech-Unternehmen meldeten keine Veränderungen. Knapp 30 Prozent haben sogar Beschäftigung aufgebaut. Nur rund ein Fünftel hat dagegen Beschäftigung abgebaut.
Fachkräftemangel: Für über 50 Prozent der Unternehmen gibt es derzeit keine Schwierigkeiten, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden. Vereinzelt (rund jeweils ein Fünftel der Antworten) stoßen die Unternehmen der Branche auf Probleme, geeignete Laboranten, Techniker oder Wissenschaftler zu rekrutieren. Ein flächendeckendes Problem ist der Fachkräftemangel in der Branche jedoch nicht.
Finanzierung: Gerade für die Biotechnologie ist eine ausreichende Versorgung mit Fremdkapital zwingend notwendig, um die nötigen Investitionen in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung finanzieren zu können. Die befragten Unternehmen berichten zu über 80 Prozent von keinerlei Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Fremdkapital.
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