Ein wichtiger Forschungserfolg für die Lebensmittelsicherheit: An der TU Wien ist es gelungen, jene Stoffwechselprodukte im Labor herzustellen, die Pflanzen, Tiere und Menschen aus Schimmelpilzgiften erzeugen.Ob wir wollen oder nicht: Getreideprodukte, die wir tagtäglich zu uns nehmen, enth ... mehr
Gewichtsprobleme mit Biomolekülen
Massenspektrometrie - eine altbewährte Idee lässt sich heute auch auf Biomoleküle anwenden.
14.04.2011: Die Massenspektrometrie ist heute zu einem wichtigen analytischen Werkzeug für Biomoleküle geworden. Eine Kooperation der TU Wien mit der japanischen Firma Shimadzu holt nun kluge Köpfe aus Mittel- und Osteuropa nach Wien, um in diesem Bereich zu forschen.
Die Grundidee der Massenspektrometrie von großen Biomolekülen klingt ganz einfach: Ein Biomolekül wird verdampft und ionisiert und soll auf seine chemischen Bestandteile untersucht werden – letztlich möchte man das Molekulargewicht und die genaue Aminosäuresequenz kennen. Um das zu erreichen sortiert man die Ionen nach ihrer Masse - sauber der Reihe nach, von den leichtesten zu den schwersten. Welche Fragmente und Moleküle welche Masse haben, ist bekannt. Durch eine genaue Massenbestimmung kann man also auch herausfinden, welche Strukturen die vorhandenen Substanzen haben - das ist das Konzept der Massenspektrometrie. An der TU Wien beschäftigt sich Prof. Günter Allmaier mit der Massenspektrometrie von großen Molekülen – von Biopolymeren und technischen Polymeren. In einer Kooperation zwischen der TU Wien und der japanischen Firma Shimadzu sollen nun neue Akzente in diesem Bereich gesetzt werden. Ein Fellowship-Programm, das von Shimadzu gefördert wird, soll kluge Köpfe aus Ost- und Mitteleuropa an die TU Wien bringen.
Die Massenspektrometrie ist durch die Erfindung sogenannter „weicher“ Desorption / Ionisationstechniken für die Analyse von hochmolekularen, thermolabilen Materialien im Attomolbereich (10-18) in den letzten Jahren wieder stärker ins Blickfeld der Grundlagenforschung gerückt. Um die verschiedenen Sorten von intakten gasförmigen Molekülen zu trennen, müssen die Moleküle zunächst elektrisch geladen sein. Mit elektrischen Feldern lassen sie sich dann beschleunigen. Je nach Masse erhalten sie dann unterschiedliche Geschwindigkeiten – dadurch können sie relativ einfach nach ihrem Verhältnis aus Masse und elektrischer Ladung in einem Flugrohr sortiert werden. Bei großen Molekülen, etwa bei Biopolymeren wie Proteinen oder Polysacchariden, wie sie Prof. Dr. Allmaier und Dr. Marchetti-Deschmann untersuchen, ist es allerdings sehr schwierig, sie in die Gasphase zu bringen und elektrisch zu laden ohne sie dabei zu zerstören. Die übliche thermische Verdampfung und Ionisation durch Elektronenbeschuss lässt die Biomoleküle zerbrechen.
Kooperation mit Shimadzu
„Seit Jahrzehnten wird intensiv daran geforscht, die Analyseverfahren zu verbessern – etwa durch den technischen Trick, die Substanz zuerst in ein Trägermedium einzubetten, und dann mit UV Laserpulsen im Nanosekundenbereich schonend zu „verdampfen“ und gleichzeitig zu ionisieren – durch Anlagerung eines Protons“, erklärt Prof. Günter Allmaier. Diese Technik heißt MALDI (matrix-assisted laser desorption / ionization). Für grundlegende Arbeiten an solchen Methoden wurde 2002 der Nobelpreis für Chemie an den kürzlich verstorbenen John Fenn und an Koichi Tanaka vergeben – letzterer ist ein Wissenschaftler der Firma Shimadzu, mit der Prof. Allmaier eine langjährige Kooperation verbindet. Diese Kooperation wird nun verstärkt: Durch ein Fellowship-Programm der TU Wien und Shimadzu sollen in den Jahren 2011 bis 2013 junge WissenschaftlerInnen aus Ost- und Mitteleuropa die Chance bekommen, massenspektrometrische Messungen in Wien durchzuführen. „Noch gibt es freie Plätze, Bewerbungen sind jederzeit willkommen“, sagt Prof. Allmaier.
- Shimadzu
- Massenspektrometrie
- TU Wien
Institut E-315, Getreidemarkt 9 /163-OC
1060 Wien
Österreich
- Tel.
- +4315880131500
- Fax
- +4315880131598
-
News
Neues Material für schnellere Elektronik
Es ist ein Material, in das die Wissenschaft große Hoffnung setzt: Graphen, eine wabenförmige Kohlenstoffstruktur aus nur einer einzigen Atomschicht, zeigt bemerkenswertes physikalisches Verhalten. 2010 wurde für seine Entdeckung der Physiknobelpreis vergeben. Am Institut für Photonik der T ... mehr
Gift aufspüren mit DNA-Stücken
TU Wien, BOKU und IFA-Tulln starten eine Forschungskooperation: Spezielle Biomoleküle, die an ganz speziellen Stoffen andocken, werden zum wertvollen Werkzeug für die Lebensmittelsicherheit.Nicht überall gibt es Chemielabors, in denen man die Sicherheit von Lebensmitteln testen kann. Gerade ... mehr
-
News
Gewichtsprobleme mit Biomolekülen
Die Massenspektrometrie ist heute zu einem wichtigen analytischen Werkzeug für Biomoleküle geworden. Eine Kooperation der TU Wien mit der japanischen Firma Shimadzu holt nun kluge Köpfe aus Mittel- und Osteuropa nach Wien, um in diesem Bereich zu forschen. Die Grundidee der Massenspektro ... mehr
Shimadzu Deutschland: Materialprüftechnik ergänzt Produktprogramm für Deutschland
Shimadzu hat mit Beginn des Jahres 2011 die Materialprüftechnik in das deutsche Produktprogramm integriert. Für das weite Angebot stehen eigene Berater zur Verfügung. Das Produktsegment umfasst statische und dynamische Universalprüfmaschinen, Härteprüfgeräte sowie das Kapillarrheometer. K ... mehr
Neue TOC-Norm: Suspensionsmethode nach DIN EN 15936
Shimadzu hat gemeinsam mit den zuständigen Behörden und dem Umweltlabor ALBO-tec eine anwenderfreundliche Suspensionsmethode entwickelt. Seit Juni 2009 ist sie in dem Entwurf DIN EN 15936 beschrieben und ist als Ersatz für die DIN EN 13137 vorgesehen. Mit diesem neuen Verfahren lässt sich d ... mehr
- Videos
-
White Paper
Die in der Gas-Chromatographie (GC) weit verbreitete statische Headspace-Probenaufgabetechnik (HS) erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Unerwünschte Begleitstoffe, die das GC-System verschmutzen könnten, bleiben von der Probenaufgabe ausgeschlossen, weil nur gasförmige Probenbesta ... mehr
Elektro- und Elektronikschrott systematisch analysieren
Die hier beschriebenen Systemkonfigurationen und Applikationsbeispiele geben einen aktuellen Überblick zum Stand der Technik bei der Bestimmung gefährlicher Substanzen in Elektro- und Elektronikgeräten sowie Elektroschrott nach den Verordnungen der WEEE und RoHS mehr
Summenparameter auf dem Prüfstand
Die organische Verunreinigung im Abwasser zu kennen, ist essenziell für die Beurteilung, Konstruktion und den Betrieb einer Kläranlage. Im Abwasserbereich gibt es viele verschiedene Parameter, die dazu herangezogen werden. Viele Parameter basieren auf dem Sauerstoffbedarf. Dagegen wird beim ... mehr
-
Stellenangebote
Prozess- und Prozessanalysetechniker/in TOC
Shimadzu ist ein führender, weltweit agierender Hersteller von Lösungen für die instrumentelle Analytik, in der Medizintechnik und im Bereich der Testmaschinen. Wir entwickeln und produzieren innovative Produkte für Labore in der Industrie, Wissenschaft und Institutionen. Mit einer Kunden o ... mehr
- Firmen
- 1Digitales Laborbuch für die Arbeit in der Forschung
- 2Die Krebsdetektive - Metastasen mit Licht aufspüren
- 3Alzheimer: Neuartige Bilder von Ablagerungen im Gehirn
- 4Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Gerätezentrum
- 5Ein Bluttest sagt voraus, ob Krebspatienten auf Therapie ansprechen
- 6"Molekulare Fossilien": Über 82 Millionen Jahre altes Hepatitis-B-Virus entdeckt
- 7TU Ilmenau führt deutschlandweit einzigartigen Studiengang Biotechnische Chemie ein
- 8analytica Vietnam 2013 – Plattform für Innovationen
- 9Erstes Tomotherapiegerät in Thüringen
- 10Core Facilities: Forschungsgeräte besser nutzbar machen
- Leuchtende Bakterien machen Unbekanntes sichtbar
- Schlaganfall: Verfeinerte Bildgebung zum Nachweis von Stammzellen
- Modellauge soll Operationstechnik optimieren
- Ein Bluttest sagt voraus, ob Krebspatienten auf Therapie ansprechen
- "Molekulare Fossilien": Über 82 Millionen Jahre altes Hepatitis-B-Virus entdeckt





