15.12.2010: Die Helmholtz-Gemeinschaft gibt grünes Licht für die Förderung
der Ausgründung von drei neuen Produktideen. Zwei davon
stammen aus dem Karlsruher Institut für Technologie
(KIT): Ein Stift, der hilft, motorische Schwächen von Schreibanfängern
zu erkennen und ein miniaturisierter Biochip für die
zellbasierte Bioforschung werden im kommenden Jahr mit jeweils
100.000 Euro gefördert.
Am KIT werden die Ingenieure Dr.-Ing. Hans-Georg Enkler, Dipl.-
Ing. Markus Dickerhof und Dipl.-Ing. Benjamin Hessenauer vom
Institut für Produktentwicklung gemeinsam mit dem Institut für Materialforschung
III und dem Kinderzentrum Maulbronn einen Schreibstift
für Kinder, die Schwierigkeiten beim Schreiben haben, zur
Marktreife entwickeln. Der Stift ist mit geeigneter Sensorik ausgestattet,
um die Bewegungen und Kräfte beim Schreiben zu erfassen.
Ärzte und Therapeuten werden damit die individuellen Probleme
betroffener Kinder besser diagnostizieren und ihnen gezielter helfen
können. In der geplanten Ausgründung „iuvaris“ wollen sie dieses
Produkt gemeinsam mit passender Lernsoftware vertreiben.
Das zweite Ausgründungsvorhaben trägt den Namen „Cell Arrays“
und kommt aus dem Institut für Toxikologie und Genetik des KIT:
Die Ausgründer Dr. Pavel Levkin und Florian Geyer haben eine
Methode entwickelt, um für die Bioforschung neuartige hochdichte
Arrays für Mikroproben herzustellen. Damit lassen sich erstmals
Kapazitäten von über 50.000 (Mikro)proben auf der Größe von Standard-
Mikrotiter-Platten erreichen, so dass zum Beispiel das gesamte
menschliche Genom auf einem einzigen handtellergroßen Biochip
untersucht werden kann. Zeit und Kosten für die Experimente werden
damit stark reduziert.
Das dritte Ausgründungsvorhaben, das die Helmholtz-Gemeinschaft
fördert, ist ein robustes Aufnahmegerät für Geosignale aus dem
Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum
GFZ.
Der Helmholtz-Enterprise-Fonds stellt den Instituten Mittel zur Verfügung,
um in einer Ausgründungsphase zusätzliches Personal zu
finanzieren. Dadurch können die Forscher ihr Gründungsvorhaben
vorantreiben, ohne dass andere Aufgaben am Institut liegen bleiben.
Die Kosten von bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben werden durch die
Helmholtz-Gemeinschaft und das jeweilige Helmholtz-Zentrum zu
gleichen Teilen getragen. Die Förderdauer beträgt ein Jahr.
Die Helmholtz-Gemeinschaft gibt grünes Licht für die Förderung
der Ausgründung von drei neuen Produktideen. Zwei davon
stammen aus dem Karlsruher Institut für Technologie
(KIT): Ein Stift, der hilft, motorische Schwächen von Schreibanfängern
zu erkennen und ein miniaturisierter Biochip für ... mehr
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