PETRA III nimmt den Forschungsbetrieb auf

Erste externe Nutzer an der neuen Synchrotronquelle begrüßt

07.09.2010

DESYs neue Röntgenquelle PETRA III hat ihren Betrieb für die internationale Wissenschaft aufgenommen. An der Synchrotronquelle der dritten Generation mit 2,3 Kilometern Umfang wurden die ersten externen Nutzer begrüßt und damit die erste offizielle Messperiode gestartet.

„Bereits die erste Messzeitperiode von PETRA III ist überbucht“, sagt der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, Prof. Helmut Dosch. „Das zeigt das immense Interesse der Nutzergemeinde an unserer neuen Synchrotronstrahlungsquelle.“

Aus insgesamt 54 Anträgen auf Messzeit wurden in einem internationalen Gutachterverfahren 32 wissenschaftliche Arbeitsgruppen ausgewählt. Sie werden in dieser Messperiode, die bis Weihnachten andauert, an den ersten drei Messplätzen bei PETRA III ihre Experimente durchführen. Die Themengebiete der Experimente sind breit gestreut, von Hochtemperatur-Supraleitung und Magnetismus bis zur Abbildung biologischer Nanostrukturen. Das erste externe Experiment wird von einer Wissenschaftlergruppe des GSI-Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt, durchgeführt und untersucht atomare Strukturänderungen von Zirkoniumdioxid, die durch Bestrahlung mit Schwerionen hervorgerufen wurden.

Parallel zu den ersten Forschungsarbeiten werden die übrigen Messplätze in der knapp 300 Meter langen PETRA III-Experimentierhalle weiter ausgestattet und in Betrieb genommen. Neben den drei Strahlführungen, an denen jetzt der Nutzerbetrieb startet, laufen bereits vier weitere im Probebetrieb. Bis Ende dieses Jahres soll an allen 14 Strahlführungen das brillante Röntgenlicht von PETRA III ankommen. Nach und nach werden so in den kommenden Messperioden sämtliche PETRA III-Messplätze für Nutzerexperimente zur Verfügung stehen.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Nanostrukturen
  • Hochtemperatursupraleiter
  • GSI
  • Bestrahlung
Mehr über Deutsches Elektronen-Synchroton DESY
  • News

    Chemischer Reaktion auf die Finger geschaut

    Ein Forscherteam vom Helmholtz-Institut Jena und DESY hat den Weg geebnet, einen konventionellen Laser zur Beobachtung des Aufbrechens von chemischen Bindungen nutzbar zu machen. Für ihre Experimente kombinierten die Forscher hochperformante Lichterzeugungs- und Detektorkomponenten aus den ... mehr

    Röntgenkamera beobachtet Gen-Schalter in Aktion

    Mit einem leistungsstarken Röntgenlaser hat ein internationales Forscherteam erstmals einen Gen-Schalter in Aktion beobachtet. Die Untersuchung unter Leitung von Dr. Yun-Xing Wang vom US-Krebsforschungsinstitut (National Cancer Institute) zeigt die ultraschnelle Dynamik eines sogenannten Ri ... mehr

    Forscherteam beobachtet explodierende Xenon-Nanopartikel

    Ein internationales Forscherteam um Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin und der Universität Rostock konnte mit dem Röntgenlaser FLASH (ein neuartiges Röntgen-Mikroskop des Forschungszentrums DESY in Hamburg) die ultraschnelle lichtgetriebene Explosion von Nanopartikeln aus Xe ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.