QIAGEN N.V. und die Abteilung Immunologie des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie (MPIIB) in Berlin gaben ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines neuen molekulardiagnostischen Tests bekannt. Der Test soll dabei helfen, das Risiko zu bestimmen, mit dem eine mit latenter Tuberkulose ... mehr
QIAGEN erwirbt exklusive Lizenz für Schlüsselgen PI3K
Patent der Johns Hopkins University erlaubt Entwicklung therapiebegleitender Diagnostika zur Krebsbehandlung auf Basis der PCR-Technologie
09.02.2010: QIAGEN gab bekannt, dass seine hundertprozentige Tochtergesellschaft DxS die weltweite Exklusivlizenz für den Biomarker PI3K von der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität erworben hat, um Testverfahren auf Basis der Echtzeit- und Endpunkt-PCR-Technologie zu entwickeln. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Veränderung des PI3K-Gens ein Schlüssel-Biomarker für therapiebegleitende Diagnostika bei bestimmten Krebsbehandlungen sein kann. Die Studienergebnisse legen nahe, dass Mutationen im PI3K-Onkogen Prognosen über den Erfolg bestimmter Behandlungen von Patienten mit Lungen-, Brust- und Darmkrebs sowie anderer Krebsarten zulassen. Im Rahmen eines umfassenden Kollaborations- und Partnerschaftsprogramms arbeitet QIAGEN gemeinsam mit pharmazeutischen Unternehmen daran, PI3K-Tests als therapiebegleitende Diagnostika für künftige Krebsmedikamente zu entwickeln und zu vermarkten. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
QIAGEN vertreibt bereits einen PI3K-Test für den Einsatz zu Forschungszwecken. Dieser Test basiert auf der Echtzeit-Polymerase-Kettenraktion (RT-PCR), einer weit verbreiteten Technologie, mit der DNA-Sequenzen durch Vervielfältigung sichtbar gemacht werden. Der Test basiert auf einer speziellen Technologie, die eine sehr hohe Sensitivität garantiert und den Nachweis von Mutationen erlaubt, die selbst bei Anwendung von Sequenzierungsmethoden häufig unentdeckt bleiben.
Das Patent für Mutationen des PI3K-Gens bei humanen Krebserkrankungen war zunächst von Forschern der Johns Hopkins Universität angemeldet worden. Diese hatten den Biomarker während ihrer Evaluierung von Tyrosinkinase-Hemmern für den EGFR-Signalweg (EGFR = Epidermal Growth Factor Receptor) erforscht. Dabei hat sich gezeigt, dass diverse so genannte EGFR-Inhibitoren keine Wirksamkeit bei Krebspatienten mit Genmutationen im EGFR-Signalweg (EGFR, K-RAS, B-RAF etc.) zeigen. QIAGEN vertreibt bereits einige Tests zur Bestimmung des Mutationsstatus solcher Onkogene. Dieses Portfolio beinhaltet Tests auf Mutationen von K-RAS and B-RAF, die Vorhersagen über den potenziellen Behandlungserfolg bei metastasierendem Darmkrebs, Lungenkrebs, sowie anderen bösartigen Tumorerkrankungen erlauben. Der K-RAS Test ist CE-markiert und zur therapiebegleitenden Nutzung mit den EGFR-Inhibitoren Vectibix® and Erbitux® zugelassen. QIAGEN plant, den Test in Kürze offiziell zur Zulassung bei der US-Aufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) einzureichen.
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