28.01.2010: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Gewinner der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt gegeben. Das branchenübergreifende Technologiecluster MicroTEC Südwest, in dem mehr als 300 baden-württembergische Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik zusammenarbeiten, gehört zu den Gewinnern.
Das Cluster MicroTEC Südwest mit seinem Netzwerk aus Wissenschaft und Forschung entwickelt Lösungen für die Systemtechnik und die Produkte der Zukunft. Im Mittelpunkt steht eine Verbesserung der Lebens-qualität und Sicherheit der Menschen durch Benutzerfreundlichkeit von All-tagsgeräten und einen schonenden Umgang mit der Umwelt.
Mit dem Gewinn dieses Wettbewerbs und den damit verbundenen Fördermitteln beschreitet MicroTEC Südwest den Weg zur Spitze im Bereich der Mikrosystemtechnik. Das BMBF beteiligt sich zur Hälfte an dem Gesamtprojektvolumen von über 80 Millionen Euro. Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einem beträchtlichen Beitrag die infrastrukturel-len Maßnahmen zum Ausbau des Clusters und des Clustermanagement MicroTEC Südwest.
Thematisch bündelt MicroTEC Südwest zunächst seine Kräfte in den beiden Leuchtturmprojekten „Robuste und effiziente Sensorik“ mit dem Leitunternehmen Robert Bosch sowie „in-vitro-Diagnostik“ mit dem Leitunternehmen Roche Diagnostics. Mittelfristig werden insbesondere in den leitmarktorientierten Themenfeldern „Mobilität“ und „Gesundheit“ radikale Veränderungen und dadurch große Marktchancen für intelligente Mikrosystemlösungen erwartet.
„Innerhalb des Wettbewerbs konnte das IMTEK seine Ausnahmestellung im Bereich der Mikrosystemtechnik durch die Koordination der Themen Ge-sundheit, Mobilität und Systemintegration eindrucksvoll nachweisen“, so Prof. Dr. Holger Reinecke, Leiter des Lehrstuhls für Prozesstechnologie am IMTEK und innerhalb des Kernteams des Clusterantrages der Koordinator des Leitthemas Gesundheit und des Querschnitthemas Produktion.
Durch die Förderung von MicroTEC Südwest eröffnet sich nicht nur die Chance, die Mikrosystemtechnik als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien international auszubauen, sondern auch nutzbringend in die wichtigsten Anwenderbranchen zu übertragen: Automobil, Life Science / Medizintechnik, Produktion/Maschinenbau und Automation / Sensorik.
So werden Projekte zur Energieversorgung von Sensoren, zur Entwicklung neuartiger diagnostischer Plattformen und zur Überwachung und Optimierung von Produktionsanlagen, aber auch zur Erprobung neuer Formen der Zusammenarbeit in interdisziplinären Netzwerken und über alle Wertschöpfungsstufen hinweg durchgeführt. Der Cluster MicroTEC Südwest ist zudem ein bedeutender Technologielieferant für andere Cluster, speziell für die, die sich ebenfalls am Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF beteiligt haben.
Nur dort, wo ein Objekt beleuchtet wird, kann es auch gesehen werden: Deswegen spielt eine intelligente Beleuchtung für die moderne Mikroskopie eine entscheidende Rolle. Die gezielte Beleuchtung von bis zu ein Millimeter großen Proben ist schwierig, da der zur Beleuchtung verwendete Laserst ... mehr
Biologische Nanoporen sind Proteine von wenigen Nanometern Größe, die winzige wassergefüllte Kanäle bilden. Sie haben sich als viel versprechende Werkzeuge in der Nanobiotechnologie herausgestellt. In Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jan C. Behrends, Physiologisches I ... mehr
Implantate, die ihre Energie aus Blutzucker und Sauerstoff gewinnen: Mit dem Ziel, eine unerschöpfliche Elektrizitätsquelle im menschlichen Körper zu erschließen, forscht Dr. Sven Kerzenmacher am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg an der Entwicklung biologische ... mehr
CO2 ist kein Abfallprodukt, sondern ein wertvoller chemischer Rohstoff. Man muss ihn nur zu nutzen wissen: Mit Hilfe von Katalysatoren kann Kohlendioxid z.B. zu Methanol reduziert werden, welches wiederum in Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) Anwendung findet.
Effektive Katalysatoren s ... mehr
ATLAS Biolabs nimmt am Verbundvorhaben NGSgoesHPC teil, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, die Analyse und Interpretation von DNA-Sequenzierungsdaten durch die Entwicklung von Anwendungen für moderne Hochleistungsrechner z ... mehr
Neue Medikamente müssen vor ihrer Markteinführung auf Herztoxizität geprüft werden. Bisher fehlen hierzu Verfahren, die aussagekräftig und im Industriemaßstab durchführbar sind. Einen neuen Ansatz erforscht die Arbeitsgruppe des Homburger Zellbiologen Peter Lipp im Projekt „CordiLux“. Die W ... mehr